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Website-Struktur planen: flach, klar und in drei Klicks am Ziel

Wie du die Seiten deiner Website ordnest, bevor du Texte schreibst: Sitemap, Navigation, Adressen und interne Links, einfach erklärt.

Von Matthias Gutknecht · · 8 Min. Lesezeit
Isometrische Illustration: drei Ebenen einer Website, über Treppen verbunden, von der Startseite bis zur Zielseite mit Ortsmarke

Plan die Struktur deiner Website, bevor du den ersten Text schreibst: eine Startseite, wenige Hauptbereiche, darunter die einzelnen Seiten. Ein Blatt Papier reicht dafür. Als Ziel gilt: Jede Seite ist von der Startseite aus mit höchstens drei Klicks erreichbar. Wer das einhält, macht es Besucherinnen, Besuchern und Suchmaschinen gleichermassen leicht.

Das Wichtigste in Kürze

  • Zum Start reichen meist Startseite, Angebot, Über uns, Kontakt, Impressum und Datenschutzerklärung.
  • Die Hauptnavigation bleibt überschaubar und benennt die Bereiche so, wie Besucher sie suchen. Auf dem Handy sind dieselben Inhalte erreichbar.
  • Kurze, sprechende Adressen bilden die Struktur ab. Eine XML-Sitemap hilft Suchmaschinen, alle Seiten zu finden.
  • Mit semantischem HTML finden sich auch Menschen zurecht, die sich eine Seite vorlesen lassen.
  • Jede Unterseite verlinkt auf ihre Übersichtsseite und umgekehrt. So bleibt keine Seite verwaist.

Warum sich die Planung lohnt

Die Struktur ist der Grundriss deiner Website. Wer ihn zuerst zeichnet, spart sich später Umbauten. Besucher finden schneller, was sie suchen, und Suchmaschinen verstehen leichter, worum es geht.

Eine flache Struktur heisst: wenige Ebenen, kurze Wege. Niemand muss sich durch verschachtelte Menüs klicken. Wer die Öffnungszeiten sucht und nach dem dritten Klick noch nichts gefunden hat, ist meistens weg.

Dazu kommt die Gruppierung nach Themen. Was zusammengehört, liegt im selben Bereich. Eine Treuhänderin bündelt zum Beispiel alles zu Steuern unter «Steuern» und alles zur Buchhaltung unter «Buchhaltung». So hat jeder Bereich ein klares Profil.

Interne Links verbinden die Seiten untereinander. Sie zeigen Besuchern den nächsten Schritt und Suchmaschinen den Zusammenhang. Eine Seite, auf die nirgends ein Link zeigt, nennt man verwaist. Sie wird kaum gefunden, weder von Menschen noch von Suchmaschinen.

Die Sitemap in fünf Schritten

Die Sitemap ist die Skizze aller Seiten und wie sie zusammenhängen. Dafür brauchst du keine besondere Software. Papier, Haftnotizen oder eine Tabelle genügen.

  1. Ziel festlegen. Wer soll auf deine Website kommen, und was soll danach passieren? Ein Anruf, eine Anfrage, ein Termin? Schreib es in einem Satz auf.
  2. Inhalte sammeln. Notiere alles, was Besucher wissen wollen: Angebot, Preise, Über uns, Kontakt, häufige Fragen. Noch nichts bewerten.
  3. Gruppieren. Ordne die Notizen nach Themen. Diese Methode heisst Card-Sorting. Es geht auch als einfache Liste: Was gehört zusammen, was steht allein?
  4. Skizzieren. Gib jeder Themengruppe eine Übersichtsseite. Sie verschafft den Überblick, die Unterseiten vertiefen einzelne Punkte. Im Fachjargon heisst die Übersichtsseite «Pillar Page», die Unterseiten «Cluster».
  5. Klicktiefe prüfen. Geh jeden Weg von der Startseite aus durch. Braucht eine Seite mehr als drei Klicks, rück sie näher heran oder fass Seiten zusammen.

Fang klein an. Leg zuerst die Seiten fest, ohne die deine Website nicht online gehen kann: Startseite, Angebot, Über uns, Kontakt, Impressum, Datenschutz. Ein Blog oder Referenzen kommen später dazu.

Eine Probe hilft: Kann eine fremde Person auf deiner Startseite in wenigen Sekunden sagen, was du anbietest und wo sie weiterklickt? Wenn nicht, ist die Struktur noch zu unklar.

Navigation: Kopf, Handy und Fuss

Die Navigation ist der sichtbare Teil deiner Struktur. Bewährt hat sich:

  • Kopfbereich: wenige Hauptpunkte. Als Faustregel gelten fünf bis sieben. Wer zwölf Punkte anbietet, bietet keine Orientierung mehr.
  • Beschriftung: Schreib, was Besucher erwarten: «Angebot», «Über uns», «Kontakt». Eigene Wortschöpfungen wie «Unser Kosmos» verwirren.
  • Handy: dieselben Inhalte wie am Computer, nur kompakter, zum Beispiel hinter dem Menüsymbol mit den drei Strichen.
  • Aufklappmenüs: sparsam einsetzen und flach halten. Tief verschachtelte Menüs sind auf dem Handy mühsam.
  • Fussbereich: Kontakt, Impressum und Datenschutzerklärung, auf jeder Seite gleich. Dort suchen Besucher sie.

Ein Detail, das oft vergessen geht: Hebe die aktuelle Seite im Menü hervor. Dann wissen Besucher jederzeit, wo sie sind.

Adressen, Brotkrumen und XML-Sitemap

Die Adresse einer Seite ist kurz und zeigt, wo die Seite hängt. Aus /angebot/beratung lesen Mensch und Suchmaschine sofort die Struktur ab. Vermeide Zahlenfolgen und Sonderzeichen.

Brotkrumen (englisch «Breadcrumbs») sind die kleine Wegzeile über dem Inhalt, etwa «Start › Angebot › Beratung». Sie zeigen den Weg zurück und machen die Hierarchie sichtbar. Mit passenden strukturierten Daten im Code erkennen auch Suchmaschinen diese Pfade.

Die XML-Sitemap ist eine Datei, die alle Seiten deiner Website für Suchmaschinen auflistet. Reich sie in der Google Search Console ein, dem kostenlosen Werkzeug von Google, mit dem du beobachtest, wie deine Website in der Suche dasteht.

Prüf ab und zu die Klicktiefe nach. Mit jeder neuen Seite kann sich ein Weg verlängern, ohne dass es jemand merkt.

Semantisches HTML und Barrierefreiheit

Semantisches HTML heisst: Der Code sagt, was ein Bereich ist, nicht nur, wie er aussieht. Daraus entstehen Orientierungsmarken, sogenannte Landmarks. Das W3C empfiehlt, eine Seite in solche Bereiche einzuteilen, damit Menschen mit Hilfsmitteln gezielt dorthin springen können, etwa mit einem Screenreader, der Seiten vorliest.

Die wichtigsten Elemente:

  • header für den Kopfbereich
  • nav für die Navigation
  • main für den Hauptinhalt
  • aside für Nebeninhalte
  • footer für den Fussbereich

Hast du mehrere Navigationen, etwa das Hauptmenü und die Links im Fuss, braucht jede eine eigene Bezeichnung, damit ein Screenreader sie unterscheiden kann. Dafür gibt es das Attribut aria-label, zum Beispiel «Hauptnavigation» und «Fussnavigation».

Stell Inhalte bewusst in diese Bereiche. Was ausserhalb steht, ist für einen Screenreader schwer einzuordnen. Wenn du deinen KI-Assistenten bittest, die Seite mit diesen Elementen aufzubauen, macht er das in aller Regel richtig. Frag trotzdem nach und lass es dir zeigen.

Übersichtsseiten, Unterseiten und interne Links

Eine Übersichtsseite behandelt ein Kernthema in der Breite, die Unterseiten vertiefen einzelne Aspekte. Beispiel: Die Seite «Gartenpflege» führt zu Unterseiten über Rasen, Hecken und Winterschutz.

Verlinke in beide Richtungen: von der Übersicht zu jeder Unterseite und von jeder Unterseite zurück. So entsteht ein Netz, in dem nichts verloren geht.

Schau deine Inhalte regelmässig durch: Welche Seiten gibt es, welche sind verwaist, welche überholt? Mit einem KI-Assistenten geht das schnell. Gib ihm die Liste deiner Seiten und frag nach Lücken und Doppelungen. Wie die Arbeit im Chat im Alltag aussieht, steht in Website im Chat pflegen: zehn Sätze, die funktionieren.

Vermeide Doppelungen. Mehrere dünne Seiten zum selben Thema machen sich gegenseitig Konkurrenz. Eine gute Seite ist besser als drei halbe.

Die Datenschutzerklärung gehört dazu

Ab der ersten Seite, die Personendaten bearbeitet, brauchst du eine Datenschutzerklärung, und das ist praktisch jede Website: Schon ein Kontaktformular oder die Server-Protokolle genügen. Der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte (EDÖB) verlangt, dass sie von jeder Seite aus leicht zugänglich ist. Der Link im Fussbereich ist der übliche Weg dafür. Plan ihn also von Anfang an ein und nicht erst kurz vor dem Start.

Checkliste

  • Sitemap skizzieren und die Seiten festlegen, die zum Start nötig sind
  • Hauptnavigation mit wenigen, klar benannten Punkten festlegen
  • Kurze, sprechende Adressen vergeben, Brotkrumen und XML-Sitemap anlegen
  • Datenschutzerklärung und Impressum im Fussbereich verlinken
  • Die Ansicht auf einem echten Handy testen
  • Jede Änderung zuerst in der Vorschau ansehen

Was wir immer wieder sehen

Die häufigsten Fehler sind unspektakulär. Ein Menü mit zehn Punkten, weil niemand etwas weglassen wollte. Eine Datenschutzerklärung, die man erst nach langem Suchen findet. Und Seiten, die niemand verlinkt hat und die darum niemand liest.

Mein Rat: Besprich die Struktur vor dem Bauen mit deinem KI-Assistenten, zum Beispiel mit Claude oder ChatGPT. Beschreib dein Angebot, gib ihm deine Skizze und lass dir Lücken und Sackgassen zeigen. Das dauert eine Viertelstunde und spart später viel Umbau.

Wie wir deine Struktur online bringen

Bauen und texten macht dein KI-Assistent. Wir veröffentlichen, hosten und verwalten das Ergebnis. Jede Änderung siehst du zuerst in der Vorschau, und jede wird als eigene Version gespeichert, die du zurückholen kannst. Gehostet wird auf Servern in der Schweiz und der EU, mit SSL und täglichen Sicherungen. Wie das Zusammenspiel mit dem Assistenten funktioniert, steht in Website mit Claude erstellen.

Ausprobieren kannst du das im Gratis-Plan. Was die Pläne enthalten, steht in Pläne und Zusatzpakete. Hast du schon eine Website, deren Struktur du neu ordnen willst, lässt sie sich übernehmen.

Quellen

Häufige Fragen

Welche Seiten braucht meine Website mindestens?

Meist reichen zum Start eine Startseite, eine Seite zu deinem Angebot, Über uns, Kontakt, ein Impressum und eine Datenschutzerklärung. Blog oder Referenzen kannst du später ergänzen.

Warum höchstens drei Klicks?

Je länger der Weg, desto eher geben Besucher auf. Drei Klicks sind keine feste Regel, aber ein gutes Ziel: Wer es einhält, hat automatisch eine flache, übersichtliche Struktur.

Wie viele Punkte gehören in die Hauptnavigation?

So wenige wie möglich. Als Faustregel gelten fünf bis sieben. Mehr Punkte machen die Wahl schwerer, nicht leichter.

Was ist der Unterschied zwischen Homepage und Website?

Die Homepage ist die Startseite, also der Einstieg. Die Website umfasst alle Seiten zusammen. Die Struktur legt fest, wie diese Seiten zueinander stehen.

Wie bekomme ich mehr Besucher auf meine Website?

Eine klare Struktur mit sprechenden Adressen und guten internen Links hilft Suchmaschinen, deine Seiten zu finden und einzuordnen. Reich zusätzlich die XML-Sitemap in der Search Console ein. Den Rest machen Inhalte, die Fragen deiner Kundinnen und Kunden beantworten.